Wer macht eigentlich was und wie?
Physiotherapeuten arbeiten klassischerweise in zwei Berufsfeldern. Der Bewegungstherapie und der physikalischen Therapie. Bei der Bewegungstherapie werden Bewegungen entweder aktiv vom Pferd ausgeführt oder die Bewegungen werden passiv im Sinne von Mobilisationen durch den Therapeuten durchgeführt. Auf die Bewegungstherapie sollte besonders der Fokus gelegt werden, wenn das Pferd zum Beispiel durch Krankheit längere Zeit Boxenruhe hat oder Bewegungseinschränkungen durch Krankheiten, Operationen, Fehlhaltungen, Verspannungen usw. leidet. Die aktive Bewegungstherapie des Pferdes kann gut durch Tapeanlagen, Körperbänder, Gewichtsmanschetten oder instabile Untergründe unterstützt werden. Bereiche der physikalischen Therapie sind zum Beispiel Massagen und Dehnungen, Hydrotherapie (Behandlung durch Wasser), Thermotherapie (Behandlung durch Wärme und Kälte) und Elektrotherapie (Behandlung mit Strom).
Aber auch präventiv sind physiotherapeutische Behandlungen sehr sinnvoll um zum Beispiel durch die Bewegungstherapie Bewegungseinschränkungen vorzubeugen.
Osteotherapeuten arbeiten fast ausschließlich mit ihren Händen und haben als Ziel die Selbstheilungs- und Selbstregulationskräfte des Körpers wieder zu mobilisieren. Der Begründer der Osteopathie Andrew Taylor Still war der Auffassung, dass Leben Bewegung ist. Somit führt Bewegungseinschränkung zu Krankheit. Im Fokus der Osteopathie stehen unter anderem die Faszien, ein Gewebe, dass sich durch den gesamten Körper zieht und alles miteinander verbindet. Aus diesem Grund kann die Ursache eines Symptoms auch am anderen Endes des Körpers liegen.
Die Osteopathie wird in drei große Teilbereiche gegliedert:
- Parietale Osteopathie: legt den Fokus auf Muskeln und Gelenke
- Viszerale Osteopathie: legt den Fokus auf die inneren Organe
- Craniosacrale Osteopathie: legt den Fokus auf den craniosakralen Rhythmus des Körpers
Da der Körper aber als eine Einheit angesehen wird, hängen alle Teilbereiche zusammen.
Osteotherapeuten arbeiten oft mit sehr sanften, fast unsichtbaren Techniken, die für einen Laien nach Handauflegen aussehen können. Hierbei werden die faszialen Strukturen untersucht und beeinflusst. Aber auch Massagen, Dehnungen, Mobilisationen oder Manipulationen der Gelenke können durchgeführt werden.
Chiropraktiker legen den Fokus hauptsächlich auf die Behandlung der Wirbelsäule mit manuellen Techniken. Auf diese Weise sollen auch Organe behandelt werden können da durch die Beseitung von Blockaden der Wirbelsäule auch die Versorgung der Organe über die Nerven aus dem Rückenmark verbessert wird.

