Massagen, Dehnungen und Stresspunktmassage

„Massieren ist etwas, das Du zwar anfangen kannst zu lernen, aber Du kommst nie an ein Ende. Es geht immer weiter und weiter, und die Erfahrung wird ständig tiefer und tiefer, höher und höher. Massage ist eine der subtilsten Künste – und es ist nicht einfach nur eine Sache der Kunstfertigkeit. Es ist mehr eine Sache der Liebe.

Und mache es zu einem Spiel. Übe es nicht wie einen Job aus; lass es ein Spiel und ein Vergnügen sein. Lache und bringe auch den anderen zum Lachen. Beim Massieren trittst Du mit der Lebendigkeit eines anderen Körpers in Verbindung und spürst, wo sie fehlt. Du fühlst, wo der Körper unvollständig ist, und machst ihn ganz. Du hilfst der Körperenergie, nicht länger zersplittert, nicht länger im Widerstreit zu sein. Wenn sich die Energien des Körpers aufeinander einstimmen und zum Orchester werden, hast Du Dein Ziel erreicht.

Osho, indischer Philosoph (*1931 †1990)

Mit Massagen und Dehnungen verbessert man die Durchblutung im therapierten Bereich und darüber hinaus. Das heißt es kommt zu einer Anregung des Stoffwechsels und damit zu einer besseren Gewebeversorgung und -entschlackung sowie eines gesteigerten Lymphflusses. Durch das Lösen von Verklebungen wird der Körper wieder mobiler und es kann Einfluss auf bestehende Blockaden genommen werden.

Außerdem kann der Tonus, also die Spannung der Muskulatur durch Massagen und Dehnungen beeinflusst werden. Die Wirkung kann also belebend oder entspannend und beruhigend sein.

Massagen und Dehnungen können auch zu Leistungsverbesserungen führen. Das liegt daran, dass Muskulatur im verspannten oder verkleben Zustand nicht optimal arbeiten kann und durch Minderdurchblutung schlechter versorgt wird. Auch die entstehenden Soffwechselprodukte werden schlechter abtransportiert, wodurch die Muskulatur schneller übersäuert und ermüdet. Jeder Sportler hat schon feststellen müssen, dass nur eine lockere und dehnfähige Muskulatur gut auf Trainingsreize reagiert und zu Topleistungen in der Lage ist.

Stresspunkmassage

Die Stresspunktmassage wurde von Jack Meagher ( † 2005) entwickelt. Als Physio- und Sporttherapeut für Menschen übertrug er seine Erkenntnisse auf Pferde und legte in vielen Jahren der praktischen Arbeit mit Pferden 25 Stresspunkte fest. Stresspunkte sind definiert als schmerzhafte, kleinflächige Areale die sich meist im Übergang von Muskel zur Sehne befinden. Bei Über- oder Fehlbelastungen können diese Stresspunkte aktiv werden. Wie jedes einzelne Pferd auf aktive Stresspunkte reagiert, ist sehr unterschiedlich. Es kann passieren, dass das Pferd seinen Schmerz durch Beißen, Treten oder Ausweichen zeigt. Es ist aber auch nicht ungewöhnlich, dass nur eine Schutzspannung der umliegenden Muskulatur auftritt; ein Hautzittern, Zucken mit dem Kopf oder Blinzeln die Reaktion auf einen aktiven Schmerzpunkt zeigt. Die Behandlung von aktiven Schmerzpunkten erfolgt über direkten Druck. Im Anschluss wird der gesamte Muskel quer zum Faserverlauf massiert, durch rhythmischen Druck die Durchblutung bis in tiefe Muskelschichten erhöht und wenn möglich gedehnt. Diese Vorgehensweise hat sich als sehr effektiv herausgestellt.

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